Europaschule in Niedersachsen: nach der Zertifizierung ging es direkt nach Brüssel, in das politische Herz der EU

Nur wenige Tage nach der offiziellen Zertifizierung als Europaschule ging es für das GSG, vertreten durch Frau King, direkt nach Brüssel – auf eine vom Niedersächsischen Kultusministerium, dem Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung und der Niedersächsischen Landesvertretung bei der EU organisierten Studienfahrt für Lehrkräfte an Europaschulen in Niedersachsen.

Das Programm bot ein dichtes und hochkarätiges Spektrum an Einblicken in das politische Herz der Europäischen Union. Gleich zu Beginn standen die Tore des Europäischen Parlaments offen, wo die Lehrkräfte eine Einführung in die Arbeitsabläufe erhielten, bei der Besichtigung des Plenarsaals echte Parlamentsluft schnuppern und die Arbeit der Übersetzerinnen und Übersetzer der 24 Amtssprachen schätzen lernen konnten.
Der spätere persönliche Austausch mit der Europaabgeordneten Lena Düpont (CDU/EVP), die hautnah aus ihrer politischen Arbeit berichtete, war eines der vielen Highlights des Besuchs.

Nach einem kurzen Spaziergang vorbei am Gebäude des Europäischen Rates ging es im Charlemagne-Gebäude der Europäischen Kommission unter dem Titel „Die Europäische Kommission – Gestalterin der Zukunft Europas“ um die strategische Ausrichtung der Kommission.

Auch die regionalen Verbindungen kamen nicht zu kurz: In der Niedersächsischen Landesvertretung wurden die Teilnehmenden von Leiter Michael Freericks willkommen geheißen, während der Fachreferent für Bildung, Johannes Wilts, die konkrete Arbeit der Vertretung vorstellte und die Gruppe während ihres Aufenthalts begleitete.

Vorträge von Christian Kiefer von der Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur mit einem klaren Fokus auf Erasmus+ sowie von Heinrich Klopp, einem nationalen Experten bei der Europäischen Kommission im Bereich Defence Industry and Space, lieferten tiefgehende fachliche Impulse. Es folgten angeregte Diskussionen, besonders zu Fragen der europäischen Sicherheitspolitik unter Berücksichtigung der gegenwärtigen geopolitischen Situation.
Abgerundet wurde das offizielle Programm am letzten Tag durch einen Gang durch das Haus der Europäischen Geschichte.

Neben all der Sachpolitik blieb an den Abenden Zeit, Brüssel auf sich wirken zu lassen – sei es bei einem Spaziergang über den Großen Markt, dem Entdecken der zahlreichen Comics an den Hausfassaden oder beim Blick in die Schaufenster der berühmten Schokoladengeschäfte.

Zurück bleibt ein rundum eindrucksvolles Bild davon, wie das große Projekt Europa in der Realität umgesetzt wird – getragen von viel Engagement, aber auch mit dem nötigen kritischen Blick für kommende Herausforderungen. Für die Lehrkräfte bot die Fahrt darüber hinaus einen hervorragenden, gewinnbringenden Austausch mit Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen und die Gewissheit, gemeinsam an einer wichtigen Sache zu arbeiten.