Partnerschule des Leistungssports – Judo & Leichtathletik
2007 ist das Graf-Stauffenberg-Gymnasium erstmalig als Partnerschule des Leistungssports mit der Schwerpunktsportart Judo zertifiziert worden, eine Auszeichnung, welche vom Landessportbund und dem Niedersächsischen Kultusministerium verliehen wird. Heute begleiten wir Kaderathlet:innen in den beiden vom Landessportbund anerkannten Schwerpunktsportarten Judo und Leichtathletik. Landesweit tragen derzeit 15 Schulen dieses Zertifikat; Osnabrück ist neben Hannover und Braunschweig einer von nur drei niedersächsischen Schulstandorten für Judo und neben Hannover der einzige für Leichtathletik.
Was steckt hinter dem Zertifikat?
Grundlage ist die Kooperationsvereinbarung „Leistungssportförderung und Schule in Niedersachsen“ zwischen dem LandesSportBund Niedersachsen (LSB) und dem Niedersächsischen Kultusministerium (MK). Sie wurde 2003 erstmals geschlossen und seitdem zweimal überarbeitet, zuletzt zum Schuljahr 2026/27. Ihr Ziel ist es, Leistungssport und Schule besser miteinander vereinbar zu machen: Sportlich besonders talentierte Kinder und Jugendliche sollen individuell bestmöglich gefördert, ihre Gesamtbelastung aus Unterricht, Training und Wettkämpfen klug gesteuert und die schulischen wie sportlichen Rahmenbedingungen gezielt verbessert werden – für Sportler:innen mit und ohne Behinderung gleichermaßen.
Die Vereinbarung orientiert sich am gesamten sportlichen Werdegang: von der Talentsuche über die Talentförderung und den Spitzensport bis hin zur beruflichen Perspektive nach der Karriere. Die Partnerschulen des Leistungssports sind dabei das zentrale Bindeglied zwischen Schule und Sport: Hier werden schulische und sportliche Anforderungen so aufeinander abgestimmt, dass die jungen Athlet:innen sich sportlich weiterentwickeln können, ohne ihren Bildungsweg aus den Augen zu verlieren. Dabei steht immer die gesamte Persönlichkeit im Blick, anstatt nur die sportliche Leistung.
Hohe Anforderungen an die Schule
Das Zertifikat wird gemeinsam vom LSB und vom Kultusministerium verliehen und ist an klare Kriterien gebunden. Dazu gehören unter anderem die Verankerung der Leistungssportförderung im Schulprogramm, eine enge konzeptionelle Zusammenarbeit mit Vereinen, Landesfachverbänden und dem LSB, ein nahe gelegener Landes- oder Verbandsstützpunkt sowie Vormittagstraining zusätzlich zum täglichen Training. Die geförderten Athlet:innen gehören mindestens dem Landeskader an. Außerdem verpflichten sich Partnerschulen zur Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“.
Was bedeutet das für unsere Sportler:innen?
Als Partnerschule können wir unseren Kaderathlet:innen eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen anbieten, die den Spagat zwischen Schule und Leistungssport erleichtern:
- Teilnahme an zusätzlichen Frühtrainingseinheiten am Vormittag
- Freistellung vom Unterricht für Lehrgänge, Trainingslager und Wettkämpfe
- Ausgleichs- und Förderunterricht in Einzel- oder Kleingruppen, um verpassten Stoff nachzuholen, bei längeren Abwesenheiten auch mit Arbeitsplänen und digitalen Lernangeboten
- Stundenpläne, die auf das Frühtraining abgestimmt sind
- persönliche Beratung und Begleitung durch eine feste Ansprechperson an der Schule
Gemeinsam mit starken Partnern
In enger Kooperation mit unseren Partnervereinen und den Landesfachverbänden/ Landesstützpunkten begleiten wir unsere Kaderathlet:innen auf ihrem Weg in den Leistungs- und Spitzensport. Wettkämpfe und Trainingslager im In- und Ausland sowie das tägliche Training müssen mit den schulischen Anforderungen abgestimmt werden. Das erfordert von der Schule, den Vereinen, aber auch von den Eltern und natürlich vor allem von den jungen Athlet:innen selbst hohes Engagement und Leidenschaft für den Sport.
Diese Kooperationen haben über die Jahre zahlreiche sportliche Erfolge ermöglicht: Erste Plätze bei den Landesfinals von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“, dem weltweit größten Schulsportwettbewerb, sowie Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften zeugen davon.
