Zertifizierung zur „Digitalen Schule“
Unsere Schule wurde 2025 erstmalig mit dem bundesweiten Signet „Digitale Schule“ ausgezeichnet. Die Ehrung wird von der Initiative MINT Zukunft schaffen! vergeben und würdigt Schulen, die digitale Bildung nachhaltig, innovativ und zukunftsorientiert in Unterricht und Schulleben verankern. Die Auszeichnung bestätigt den kontinuierlichen Einsatz unserer Schulgemeinschaft für eine moderne Bildung, die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen einer zunehmend digital geprägten Welt vorbereitet.
Die Bewertung erfolgt anhand von fünf zentralen Kriterien. In allen Bereichen konnte unsere Schule überzeugende Konzepte, Strukturen und Beispiele vorweisen. Die folgende Übersicht zeigt, wie wir die Anforderungen der Zertifizierung erfüllen und welche besonderen Schwerpunkte unsere Schule im Bereich der digitalen Bildung setzt.
Weiterführende Informationen:
Digitale Schule – MINT Zukunft schaffen!
1. Unterricht und Zusatzangebote
Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft grundlegend. Deshalb verfolgt unsere Schule das Ziel, Schülerinnen und Schüler nicht nur im Umgang mit digitalen Werkzeugen zu schulen, sondern sie auch zu einem reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien zu befähigen. Digitale Bildung ist fest im Leitbild unserer Schule verankert und stellt einen wichtigen Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit dar.
Zentrale Themen des Informatikunterrichts
Ein wesentlicher Baustein ist dabei das schuleigene Informatikcurriculum. Die Lernenden beschäftigen sich mit informatischen Grundlagen wie Algorithmen, Codierung, Netzwerken, Datenverarbeitung und Kryptologie. Gleichzeitig werden gesellschaftliche Fragestellungen in den Blick genommen, beispielsweise Datenschutz, Datensicherheit, Künstliche Intelligenz oder die Auswirkungen digitaler Technologien auf Individuum und Gesellschaft.
Besonders wichtig ist uns ein praxisnaher Unterricht. Informatik wird nicht isoliert vermittelt, sondern anhand lebensnaher Anwendungsbeispiele. So befassen sich die Schülerinnen und Schüler etwa mit Smart Homes, automatisierten Systemen, Datenanalysen, sozialen Netzwerken oder Umweltfragen. Dadurch erleben sie, wie digitale Technologien ihren Alltag prägen und wie sie selbst aktiv an der Gestaltung der digitalen Welt mitwirken können.
Weiterführende Informationen: Schuleigener Arbeitsplan Informatik
Zusatzangebote im Bereich digitale Bildung
Unsere Schülerinnen und Schüler können ihre Interessen im Bereich digitaler Bildung in vielfältigen Projekten und Arbeitsgemeinschaften vertiefen. Dazu gehören unter anderem:
- der Computerführerschein in Jahrgang 5,
- die Robotik- und Physical-Computing-AG,
- Projekte mit Calliope-Minis und LEGO-Robotern,
- erste Erfahrungen im 3D-Druck,
- die mögliche Teilnahme an „Jugend forscht“,
- Seminarfächer zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.
Gerade die langfristige Verankerung solcher Angebote zeigt, dass digitale Bildung an unserer Schule dauerhaft gelebt wird und Teil der Schulkultur geworden ist.
2. Qualifizierung der Lehrkräfte
Digitale Bildung kann nur gelingen, wenn Lehrkräfte ihre Kompetenzen kontinuierlich weiterentwickeln. Deshalb besitzt die Fort- und Weiterbildung im Bereich Digitalisierung an unserer Schule einen hohen Stellenwert.
Im Fach Informatik verfügt unsere Schule über ausreichend qualifizierte Lehrkräfte mit universitärer Ausbildung sowie zusätzlich über einige Lehrkräfte mit entsprechender Nachqualifizierung. Dadurch kann ein umfassendes Unterrichtsangebot in der Sekundarstufe I und II dauerhaft gewährleistet werden.
Die Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen beschränkt sich jedoch nicht auf die Informatiklehrkräfte. Das Kollegium nimmt regelmäßig an Fortbildungen zu digitalen Medien, digitalen Werkzeugen und aktuellen Entwicklungen teil. Hierzu gehören beispielsweise Schulungen zum Einsatz von Tablets, digitalen Präsentationssystemen, Lernplattformen, digitalen Sensoren im naturwissenschaftlichen Unterricht sowie zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Unterricht.
Große Bedeutung haben dabei die schulinternen Lehrerfortbildungen. Durch ganztägige Fortbildungstage und zahlreiche Mikrofortbildungen werden neue Entwicklungen gemeinsam erarbeitet und unmittelbar für die schulische Praxis nutzbar gemacht. Ein Großteil des Kollegiums nutzt darüber hinaus digitale Fortbildungsangebote über Plattformen wie Fobizz.
Expertise in den eigenen Reihen
Hervorzuheben ist die hohe Expertise einzelner Lehrkräfte unserer Schule. Kolleginnen und Kollegen sind oder waren unter anderem in der Lehrerausbildung, an der Universität Osnabrück sowie bei Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte auf Landesebene tätig. Die dort gewonnenen Erfahrungen fließen unmittelbar in die Unterrichts- und Schulentwicklung ein und kommen damit der gesamten Schulgemeinschaft zugute.
Team Digitalisierung
Für die organisatorische Unterstützung sorgt zudem ein eigenes „Team Digitalisierung“. Dieses unterstützt das Kollegium bei technischen und didaktischen Fragen sowie der Vorbereitung von schulinternen Fortbildungen. Zudem entwickelt das Team Handreichungen und Anleitungen für den Umgang mit digitalen Werkzeugen und fördert den regelmäßigen Austausch zu digitalen Unterrichtskonzepten.
3. Vernetzung mit außerschulischen Partnern
Digitale Bildung endet nicht an den Grenzen des Klassenzimmers. Unsere Schule arbeitet daher eng mit Eltern, wissenschaftlichen Einrichtungen, außerschulischen Lernorten und regionalen Partnern zusammen.
Infoveranstaltungen und Webinare für Schüler und Eltern
Schülerinnen und Schüler unserer Schule werden in regelmäßigen Abständen über die Aufklärungsformate von Law4School zu rechtlichen Themen im Bereich der digitalen Bildung informiert.
Informationsveranstaltungen und Elternabende vermitteln Chancen und Risiken digitaler Medien. Ergänzend werden regelmäßig Webinare zu Themen wie Cybermobbing, Datenschutz, Social Media, Hate Speech oder Persönlichkeitsrechten durchgeführt. Dadurch entsteht ein gemeinsames Verständnis von verantwortungsvollem Medienhandeln.
Kooperationen mit außerschulischen Partnern
Im Bereich der digitalen Bildung kooperiert die Schule mit zahlreichen externen Partnern. Besonders hervorzuheben sind die Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück, dem Medienbildungszentrum Osnabrück sowie dem Schüler-Forschungs-Zentrum Osnabrück. Schülerinnen und Schüler nehmen dort an Workshops, Forschungsprojekten und Veranstaltungen teil, die weit über die Möglichkeiten des regulären Unterrichts hinausgehen.
Ein Beispiel hierfür sind Workshops zu Künstlicher Intelligenz, die in der Vergangenheit von Oberstufenkursen besucht wurden. Darüber hinaus können interessierte Schülerinnen und Schüler an der MINT-Sommerakademie oder der Herbstakademie teilnehmen und dort eigene Schwerpunkte im Bereich Informatik, Technik oder Digitalisierung setzen.
Berufsorientierung
Auch die Berufsorientierung profitiert von starken Partnerschaften. Durch Kooperationen mit Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und regionalen Institutionen erhalten die Lernenden Einblicke in digitale Berufsfelder und Zukunftsbranchen. So werden mögliche Bildungs- und Berufswege frühzeitig sichtbar gemacht.
Weiterführende Informationen: Berufs- und Studienorientierung
Sicherheit
Besonderen Wert legt das GSG auf Datenschutz und IT-Sicherheit. Professionelle Betreuung durch die Schulassistenz, die Zusammenarbeit mit dem Verein Schul-IT Region Osnabrück sowie verbindliche Sicherheitsstandards gewährleisten einen zuverlässigen und datenschutzkonformen Betrieb der digitalen Infrastruktur.
4. Konzepte und Hilfsmittel
Die Verantwortung für digitale Bildung verteilt sich auf mehrere Personen und Gremien. Dadurch wird sichergestellt, dass digitale Bildung nicht von einzelnen Personen abhängig ist, sondern dauerhaft in den Schulstrukturen verankert bleibt.
Digitale Werkzeuge
Digitale Technologien werden nicht nur im Unterricht genutzt, sondern erleichtern auch die Organisation des gesamten Schullebens. Über die Lernplattform IServ werden Kommunikation, Zusammenarbeit und Unterrichtsmaterialien zentral bereitgestellt. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern können dadurch unkompliziert miteinander in Kontakt treten.
Zu den genutzten digitalen Angeboten gehören unter anderem:
- Bereitstellung des Stundenplans über WebUntis
- Nutzung der Schulverwaltungsplattform IServ, dabei insbesondere:
- Bereitstellung von digitalen Inhalten und Unterrichtsmaterialien,
- E-Mail- und Messenger-Dienste,
- digitale Elternbriefe,
- Möglichkeit zur Krankmeldung der Kinder Elternaccounts
- Terminbuchungen für Elternsprechtage,
- Bereitstellung von digitalen Aufgaben und Lernmaterialien,
- digitale Umfragen und Feedbacksysteme,
- kollaboratives Arbeiten an Dokumenten.
Dadurch werden Kommunikation und Organisation vereinfacht und zugleich wichtige digitale Kompetenzen im Alltag gefördert. Gleichzeitig sorgen klare Regelungen und Nutzungsordnungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Kommunikationsmitteln.
Einführung der Tablets
Alle Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 7 verfügen über ein eigenes iPad, das stufenweise in den Unterricht eingebunden wird. Zusätzlich werden Einführungskurse angeboten, um einen sicheren und kompetenten Umgang mit den Geräten zu gewährleisten.
Weiterführende Informationen:
Medienbildungskonzept
Grundlage der Medienbildung ist das Medienbildungskonzept, welches verbindliche Kompetenzen und Entwicklungsziele beschreibt. Damit ist festgelegt, welche digitalen Fähigkeiten Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit erwerben sollen und wie diese Kompetenzen in den verschiedenen Fächern gefördert werden.
Kontinuierliche Evaluationen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der regelmäßigen Evaluation. Schulische Entwicklungsprozesse werden kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise die Einführung der Schüler-iPads, deren Auswirkungen auf den Unterricht sowie weitere Organisationsformen des Schulalltags wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die Ergebnisse fließen direkt in die weitere Schulentwicklung ein.
5. Technik und Ausstattung
Die technische Ausstattung unserer Schule bildet die Grundlage für modernes Lernen und Arbeiten.
Ausstattung der Unterrichtsräume
Das gesamte Schulgebäude verfügt über flächendeckendes WLAN. Alle Unterrichtsräume sind mit digitalen Präsentationssystemen (in der Regel ein Präsentationsfernseher und ein zusätzlicher Beamer), Dokumentenkameras, Apple-TV-Technologie und Computern ausgestattet. Dadurch können digitale Inhalte unkompliziert in den Unterricht integriert und unterschiedliche Lernmethoden flexibel eingesetzt werden.
Zudem verfügt die Schule über einen mobilen Laptop-Schrank im MINT-Fachtrakt sowie drei Tablet-Koffern, die den Einsatz der Endgeräte in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ermöglichen.
Ausstattung der Fachräume Informatik
Für den Informatikunterricht stehen drei Computerräume, LEGO-Education-Systeme sowie ein eigener 3D-Druck-Raum mit sieben Druckern zur Verfügung. Dies ermöglicht projektorientiertes und praxisnahes Arbeiten auf einem hohen technischen Niveau.
LEGO Education Baukästen | 3D-Druck-Raum |
