Globales Klassenzimmer: Bilis waren mit Luisa Neubauer „live“ in der Antarktis

Der bilinguale Erdkundekurs von Frau King nahm am Freitag das Angebot des globalen Klassenzimmers wahr und reiste per Livestream mit Luisa Neubauer und dem Team des Forschungsschiffes „Malizia Explorer“ in die Antarktis. Ziel ihrer virtuellen Unterrichtsstunden war es, auf die Notwendigkeit des Ozean- und Klimaschutzes aufmerksam zu machen und den Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, wie verletzlich unser Planet ist.

Die Bilis der Klassen 7a und 7c, die sich in diesem Schuljahr äußerst passend mit den verschiedenen Klimazonen beschäftigen, erhielten zunächst im Gespräch zwischen der berühmten Autorin Cornelia Funke und Luisa Neubauer bzw. Léa Olivier, die am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven arbeitet und ein Teil des Forschungsteams dieser Antarkis-Expedition ist, viele Informationen über die Antarktis und ihre vielfältige Tierwelt.

Der Antarktis-Vertrag von 1959 regelt, dass die Antarktis ausschließlich friedlicher Nutzung und wissenschaftlicher Forschung vorbehalten bleibt. Als gutes Beispiel dafür sprach Luisa Neubauer daraufhin von der internationalen Crew und dem am Tag zuvor von französischen Tauchern neu entdeckten, farbenfrohen Wald mit meterhohen Pflanzen rund 100 Meter unterhalb der Eisoberfläche. Als Beweis zeigte sie den über 1.000 zugeschalteten Schulklassen eine diesem Wald entnommene Koralle, die später im Labor noch genau erforscht werden soll.

Eindrucksvoll waren auch die anschließenden Videos aus der Antarktis, z.B. die 40 Meter hohen Eismassen, das Kalben der Gletscher und die vielen kleinen Eisberge.

Amüsant war die Information, dass man anhand des Ohrenschmalzes der (Barten-)Wale, ähnlich wie bei den Jahresringen von Bäumen, Informationen über Umweltbedingungen, Schadstoffe und Stressfaktoren in der Vergangenheit erhalten kann.

Sehr überrascht zeigten sich die Schülerinnen und Schüler vom Pinguin-Postamt, dem südlichsten Postamt der Welt, das von Tausenden von Eselspinguinen umgeben ist. Dieses auf der Goudier-Insel liegende historische britische Postamt verschickt vor allem Postkarten der zunehmenden Anzahl an Kreuzfahrttouristen, einer für den Umweltschutz jedoch eher negativen Entwicklung.

Zum Abschluss wurden interaktiv noch ein paar ausgewählte Fragen verschiedener Schulklassen beantwortet. Nach 60 Minuten war die kurzweilige und allen in Erinnerung bleibende Live-Exkursion dann leider schon wieder vorbei.