Philosophen: Querdenker und Querulanten? Nonkonformisten und Rebellen? Skeptiker und Zweifler? Logiker? Kreative Denker? – Das Thema des Blockseminars der Philosophie-AG des GSG im Schuljahr 2018/19 in Bad Essen bot Anlass zu vielfältigen Überlegungen und engagierten Diskussionen. Festzuhalten bleibt: „Querdenken“ ist ein schillernder Begriff, der vielfältige Bezüge zum Philosophieren hat.

Zum einen verlässt der Philosoph als „Querdenker“ fraglos überkommene Denkmuster und bricht alte Gewissheiten auf. Mit David Hume etwa warfen wir einen skeptischen Blick auf Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, stellten mit Karl Popper die Berechtigung von Induktionsschlüssen infrage (die Grundlage einer jeden Naturwissenschaft!) oder bezweifelten mit Willard Van Orman Quine die Möglichkeit, dass wir jemals einander verstehen können – wobei (typisch philosophisch!) jedoch keine dieser Positionen unwidersprochen blieb…

Weiterhin wurde Querdenken (im Sinne von „lateralem Denken“) als bereichernde Denk-Möglichkeit neben „vertikalem“ (d.h. logischem) Denken thematisiert: Eine ganze Reihe von gemeinsam bearbeiteten Denk-Rätseln ließ sich erst durch unkonventionelles „Querdenken“, welches die bekannten Pfade der Logik verlässt, zufriedenstellend lösen.

Nicht zuletzt wurde jedoch auch das „Querdenken“ der „Wirr-Köpfe“ thematisiert, welche mit „Fake News“ und „alternativen Fakten“ das postfaktische Zeitalter einzuläuten drohen: Hier kann eine skeptische, logisch stringent argumentierende und nur das bessere Vernunftargument gelten lassende Philosophie viel zur Klärung der Gedanken beitragen. Wie auch immer man es wendet: Denken hilft!