Am Dienstag konnten Freund*innen des Raps an einem musikalischen Leckerbissen teilhaben. Marcus Staiger - der Mitbegründer der Berliner Rapszene - war zu Gast am GSG. Er gründete in den 90er Jahren das legendäre Raplabel Royalbunker in Kreuzberg, bei dem Acts wie Savas, Eko Fresh, Sido, B-Tight, Prinz Pi oder K.I.Z. am Start waren.

Klar, dass Interna aus dem Rapbizz bei den knapp 30 Teilnehmer*innen des Workshops der Jahrgänge 7 bis 11 gut ankamen. Doch neben Anekdoten aus dem Sprechgesang standen vor allem die Analyse und Diskussion aktueller Rap-Videos und der damit transportierten Inhalte im Fokus.

Der Einstieg mit Modern Talking und Cheri Cheri Lady irritierte zunächst, doch die Überleitung zum Cover von Capital Bra breitete geschickt den Weg in eine Debatte zu Rollenbildern im Rap, die Bedeutung von Geld, Statussymbolen und Drogen sowie Konflikten zwischen Identität und Integration.

Die etwas andere Doppelstunde war daher auch leider viel zu schnell vorbei und musste in eine doppelte Verlängerung gehen. Einerseits wurde auch nach Stundenschluss noch debattiert, andererseits nahmen einige Schüler*innen noch die Möglichkeit war, am selben Abend einem Vortrag von Staiger zu "Antisemitismus im Rap" im Kulturzentrum Substanz zu lauschen.