Leitthemenplan für die Schuljahrgänge 5-10 - katholische Religion:

Jahr-gang Mensch Gott Jesus Christus Ethik Kirche Religionen Methodencurriculum

5

Jesus in seiner Zeit und Umwelt

Miteinander leben

Glauben in verschiedenen Kurchen

Sich in der Bibel zurechtfinden – Arbeit mit der Bibel (05)

Die großen Fragen stellen (06)

Ein Bild entdecken (Aufspüren des symbolischen Gehalts) (06)

6

Menschsein in der Schöpfung

Rede von und mit Gott

Religionen entdecken: Das Judentum

7

Identität und Beziehung

Gottesvorstellungen

Jesus und seine Botschaft vom Reich Gottes

Einen synoptischen Vergleich durchführen (07)

Die Sprache der Religion verstehen (07 und 08)

Religiöse Traditionen vergleichen (08)

8

Verantwortlich handeln

Kirche und Ökumene

Religionen begegnen: Der Islam

9

Sinnsuche und Erlösung

Jesu Tod und Auferstehung

Verantwortung der Religionen für Mensch und Welt

Eine Filmsequenz auf eine theologische Aussage analysieren (10)

10 Gottesglaube und Gotteszweifel Herausforderungen des Lebens Kirche in Staat und Gesellschaft

 

Übersicht über die Unterrichtssequenzen für die Schuljahrgänge 5-10 - evangelische Religion:

Jahr-gang Mensch Gott Jesus Christus Ethik Kirche und Kirchen Religionen zusätzliche Einheit Methodencurriculum

5

Der Mensch zwischen Angst und Geborgenheit

Jesus in seiner Zeit und Umwelt

Die anderen und ich

Die Bibel – eine Bibliothek

Ein Bild entdecken (Aufspüren des symbolischen Gehalts)

Sich in der Bibel zurechtfinden – Arbeit mit der Bibel

6

Gott als Schöpfer und Begleiter Gemeinsam glauben in verschiedenen Kurchen

Religionen entdecken

Die großen Fragen stellen

7

Jesus und seine Botschaft vom Reich Gottes

Verantwortlich handeln Kirche und Ökumene Einen synoptischen Vergleich durchführen

8

Rechtfertigung – Befreiung zum Leben Die Botschaft vom gnädigen und gerechten Gott

Verantwortlich handeln

Religionen begegnen

Die Sprache der Religionen verstehen

Religiöse Traditionen vergleichen

9

Zuspruch und Anspruch Gottes als Grundlage christlicher Lebensgestaltung

Der verborgene Gott

Verantwortung der Religionen für die Welt

10 Jesu Tod und Auferstehung Sterben und Tod als Anfragen an das Leben Kirchliche Verantwortung in Staat und Gesellschaft Eine Filmsequenz auf eine theologische Aussage analysieren

Schuleigene Arbeitspläne (Stand 08/2018)

Schuleigener Arbeitsplan Katholische Religion

Schuleigener Arbeitsplan Evangelische Religion

Die Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 5 – 10 des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums besuchen entsprechend ihrer Konfession den katholischen oder evangelischen Religionsunterricht. Der Religionsunterricht beider Konfessionen respektiert und thematisiert konfessionsspezifische Prägungen und trägt in gemeinsamen Inhalten dem christlichen Konsens zwischen den Konfessionen Rechnung.

Wählen die Schülerinnen und Schüler in der Qualifikationsphase Religion als viertes oder fünftes Prüfungsfach, so wird der Unterricht im jährlichen Wechsel von einer katholischen oder evangelischen Lehrkraft erteilt. Katholische und evangelische Schülerinnen und Schüler sitzen dann gemeinsam im Unterricht, die Konfession der Lehrkraft entscheidet über die spezifischen Prüfungsmodalitäten. Einzelheiten dazu finden sich unter der Rubrik „Themenschwerpunkte im Zentralabitur“.

101216 VersuchungWeitere Ebenen der konfessionellen Zusammenarbeit am Graf-Stauffenberg-Gymnasium sind:

  • Zusammenarbeit der Fachkonferenzen / Gemeinsame Fachsitzungen
  • Gemeinsame Abstimmung über den schulinternen Lehrplan (bis Klasse 10)
  • Gemeinsame Abstimmung über das Methoden- und Medienkonzept des Faches
  • Besuch von Kirchen und Gottesdiensten der anderen Konfession
  • Gemeinsame Gestaltung von Gottesdiensten

 

Zum Selbstverständnis des Faches Religion – religiöse Bildung in der pluralen Gesellschaft

  • Religionsunterricht dient der Persönlichkeitsstärkung und Allgemeinbildung, weil die abendländische Kulturtradition ohne das Christentum nicht zu denken ist
  • Religionsunterricht dient der Religionsfreiheit und macht in religiösen Fragen urteils- und dialogfähig
  • Religionsunterricht dient der ethischen Urteilsfindung und motiviert zu verantwortlichem Handeln in Kirche und Gesellschaft

Religionsunterricht dient der Persönlichkeitsstärkung und Allgemeinbildung, weil die abendländische Kulturtradition ohne das Christentum nicht zu denken ist

Bildung, verstanden als ein auf Mündigkeit zielendes Sich-selbst-Bilden des Heranwachsenden, vollzieht sich in der Auseinandersetzung mit der sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Wirklichkeit, die den Menschen umgibt. Angesichts der für die Identitätsbildung von Heranwachsenden prägenden Herausforderungen der Pluralisierung und Individualisierung und des damit einhergehenden Verlusts überkommener Plausibilitäten, angesichts auch der durchdringenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche und der damit einhergehenden Bedrohung der normativen Strukturen der Lebenswelt stellt die Stärkung der Person ein vordringliches Bildungsziel dar.

Bildung als Allgemeinbildung hat einen gesellschaftlichen Ort in einer räumlichen, von Überlieferungen geprägten Kulturgemeinschaft. Eine solche kulturelle Gemeinschaft, in der der Mensch seine Allgemeinbildung gewinnt, ist von konkreten Vorstellungen gemeinsamen Lebens bestimmt.

Der Religionsunterricht unserer Schule fördert die eigene kulturelle Identität der Schülerinnen und Schüler, die auch die Grundlage für die Verständigung mit anderen kulturellen Identitäten sein kann. Ausgehend von der Option einer transzendenten Dimension der Wirklichkeit konfrontiert der Religionsunterricht die Schülerinnen und Schüler mit der Erfahrung des Unbedingten, mit dem, worüber der Mensch nicht verfügen kann, demgegenüber er aber herausgefordert ist, sich zu verhalten. Denn Subjekt und Person wird der Mensch nicht durch Selbstbehauptung, sondern vielmehr in der Annahme geschenkter Freiheit, die in der personalen Bindung zu Gott gegründet ist.

Religionsunterricht dient der Religionsfreiheit und macht in religiösen Fragen urteils- und dialogfähig

Der freiheitliche und demokratische Rechtsstaat ist religiös und weltanschaulich neutral. Er identifiziert sich mit keiner Religion oder Konfession, aber auch nicht mit dem Unglauben. Er verzichtet auf jedes Urteil in religiös-weltanschaulichen Fragen, sofern religiöse Lehren oder Praktiken nicht im Widerspruch zu den Grundwerten der Verfassung stehen. Deshalb kann der Staat auch nicht die Inhalte des Religionsunterrichts festlegen. Die religiöse Neutralität des Staates ist jedoch kein Selbstzweck. Sie dient der Verwirklichung der Glaubens- und Gewissensfreiheit der Bürgerinnen und Bürger. Dieses Grundrecht verlangt nicht nur, die religiösen Überzeugungen des Einzelnen zu achten, sondern auch die rechtlichen Voraussetzungen für die freie Religionsausübung zu schaffen.

 Der Religionsunterricht in unserer Schule soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, von ihrem Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit Gebrauch zu machen und in religiösen Fragen urteils- und dialogfähig zu werden. Er problematisiert und kritisiert unberechtigte Absolutheitsansprüche in missverstandener Religion.

Religionsunterricht dient der ethischen Urteilsfindung und motiviert zu verantwortlichem Handeln in Kirche und Gesellschaft

Christlicher Glaube beruht nicht auf Werten, sondern umgekehrt folgen Werte aus dem Glauben. Werte lassen sich auch ohne Bezug auf Religion begründen. Ebenso richtig bleibt aber, dass Religion in Geschichte und Gegenwart zu den wichtigsten Quellen der ethischen und normativen Orientierung zu zählen ist. Politik und Wissenschaft gewinnen in der Gegenwart neu Achtung vor der ethischen Motivationskraft von Glaubensüberzeugungen, die ein verantwortliches Handeln begründen. Neu bewusst geworden sind insbesondere die religiösen Wurzeln von Freiheit, Verantwortung und Toleranz sowie der gesellschaftlichen und globalen Solidarität .

Der Religionsunterricht an unserer Schule macht die Schülerinnen und Schüler mit dem Ethos globaler Solidarität bekannt  und fördert ihr Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.