(Bericht von Cara Meijer)

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen bietet jedem von der 8.-10. Klasse, der sich gerne mit Sprachen befasst und diese beherrscht, eine einmalige Möglichkeit sich zu beweisen und Preise zu gewinnen. Auch ich habe 2016/17 und 2017/18 am Bundeswettbewerb mit Englisch teilgenommen.

Die Anmeldung über die offizielle Internetseite ist ganz einfach und danach kann man auch schon gleich anfangen, seine Aufgaben vorzubereiten. Meine damalige Aufgabe bestand darin, einen Videobeitrag zu verfassen über einen Prominenten, der mich selber inspiriert hat. Der Betrag sollte zwei Minuten lang sein und konnte dann über einen Link hochgeladen werden.

Nach Ablauf der Frist wurde man zu einem Klausurtermin (Mitte Januar) im Ratsgymnasium eingeladen. Dort schreibt man von 8 Uhr bis circa 13 Uhr einen Test mit den Schwerpunkten Text schreiben, Grammatik, Hörverstehen, Leseverstehen und einen kleinen Wissenstest über ein Land, das bei der Anmeldung mitgeteilt wird.

Anschließend werden die Klausuren und die Videobeiträge einer ausgewählten Jury vorgelegt, die diese auswerten. Wenn man dort einen bestimmten Prozentsatz richtig hat, wird man zu einer Preisverleihung eingeladen.

Ich habe zweimal den nötigen Prozentsatz für den 3. Landespreis erreicht (80%) und durfte somit an beiden Preisverleihungen teilnehmen. Natürlich ist so etwas eine große Ehre und man war total gespannt, welchen Preis man belegt hatte, denn es stand in der Einladung nur, dass man einen Landespreis erhalten wird, nicht aber welchen.

Die Preisverleihungen an sich waren sehr schön gestaltet, es wurden besondere Videobeiträge, die beeindruckt hatten, gezeigt und es wurde viel darüber gesprochen, was die Spracherlernung für eine große Bedeutung in unserer heutigen Gesellschaft hat. Nachdem wurden die Preise verteilt, die je nach Leistung von einem Geldbetrag bis zu einer Sprachreise variieren konnten.

Insgesamt betrachtet ist der Bundeswettbewerb Fremdsprachen eine tolle Möglichkeit für Schüler und Schülerinnen sich und ihre sprachlichen Fähigkeiten zu beweisen und dabei für ihre Bemühungen anerkannt zu werden. Außerdem kooperiert der Wettbewerb mit der Studienstiftung des deutschen Volkes und bei besonderen Leistungen kann man dort aufgenommen werden. Ab Klasse 10 und höher kann man sich mit zwei Fremdsprachen anmelden. Dieses Jahr bin ich ebenfalls wieder dabei und nehme mit Englisch und Latein am Solo Plus teil.

(Cara Meijer, zweifache Landessiegerin Landespreis Kategorie 3, im Schuljahr 2019/20 Schülerin der Q1)

 

Kurze Berichte zu den Erfolgen der vergangenen Jahren finden sich hier:

 
Die Anzahl der Klassenarbeiten orientiert sich am Grundsatzerlass und ist für die Jahrgänge am GSG wie folgt durch die Fachkonferenz beschlossen:
Klassen 5-9: 4 Klassenarbeiten pro Schuljahr; i.d.R. 2 pro Halbjahr
Klasse 9-11: 3 Klassenarbeiten; Terminierung und Verteilung obliegt der Lehrkraft
 
Jede der funktionalen kommunikativen Teilkompetenzen muss mindestens zweimal pro Schuljahr überprüft werden. Laut Beschluss der Fachkonferenz muss Writing ab Jahrgang 6 Bestandteil jeder Klassenarbeit (notfalls zu Lasten der übrigen Kompetenzen) sein. Geschlossene Grammatikübungen können im Unterricht für eine punktuelle isolierte Überprüfung eines bestimmten grammatischen Phänomens eingesetzt werden, sollen aber lt. KC nicht Bestandteil einer Klassenarbeit oder einer Klausur sein. In Klassenarbeiten und Klausuren gibt es also nur die den vier Kompetenzen (Reading, Listening, Writing, Mediation) zugeordneten Aufgabentypen, aber keine Grammatik- oder Vokabelaufgaben.
Neben den Klassenarbeiten, die die Kompetenzen überprüfen, schreiben wir daher Vokabel- und Grammatiktests.
 
Bewertung von und in Klassenarbeiten
 
Aufgabenformate, die eine Punktbewertung zulassen, orientieren sich an folgendem Schlüssel:
 
Note  Gewichtung 
 1 sehr gut  >90%
 2 gut  89-77%
 3 befriedigend  76-64%
 4 ausreichend  63-50%
 5 mangelhaft  49-30%
 6 ungenügend  29-00%
 
Die Kompetenz Writing wird integrativ bewertet; Sprache zweifach, Inhalt einfach. Die Lehrkraft entscheidet, ob bei der Gewichtung Sprache zu Inhalt wie in den Jahrgängen 5-8 Sprache zweifach, Inhalt einfach gewichtet wird oder in Annäherung an den Jahrgängen 10 und 11 60:40 angewandt wird. Nach Möglichkeit sollen die Schüler für den Bereich Writing ab der Klasse 8 an Bewertungsbögen bei Klassenarbeiten gewöhnt werden.
 
Klausuren in der Sek 2
 
Zahl und Dauer der Klausuren in der Q-Phase werden durch die Schulleitung bzw. Beschluss der Gesamtkonferenz festgelegt.
Der Bereich Sprache wird mit 60%, der Inhalt mit 40% gewichtet. Die Sprache wird integrativ bewertet. Bei der Ermittlung der Endnote wird nur einmal, also am Ende, gerundet.
 
Sprechprüfungen
 
In den Jahrgängen 5, 7 und 9 wird am GSG eine Klassenarbeit durch eine Sprechprüfung ersetzt. I.d.R. stellt diese die dritte Klassenarbeit im Schuljahr dar. In Jahrgang 9 bietet es sich jedoch an, die 2. Klassenarbeit als Sprechprüfung durchzuführen. Das Format sowie die Bestandteile der Sprechprüfung werden zuvor im Unterricht trainiert.
 
Sonstige fachspezifische Leistungen
 
Zur Mitarbeit im Unterricht (mündliche und andere fachspezifischen Leistungen) zählen unter anderem:
  • sachbezogene und kooperative Teilnahme am Unterrichtsgespräch (dazu gehören z. B. auch Debatten und Diskussionen)
  • Ergebnisse von Partner- oder Gruppenarbeiten und deren Darstellung
  • (mediengestützte) Präsentationen (z. B. Erläuterung von Arbeitsergebnissen, Vorstellung eines Referats oder Thesenpapiers, Erläuterung eines Schaubildes)
  • verantwortungsvolle Zusammenarbeit im Team (d.h. planen, strukturieren, präsentieren, evaluieren)
  • Anfertigen von schriftlichen Ausarbeitungen und Hausaufgaben
  • mündliche Überprüfungen und ggf. kurze schriftliche Lernkontrollen wie Vokabel- und Grammatiktests

(Andreas Wendland)

 
Das GSG bietet ein Förderangebot im Fach Englisch für Jahrgang 6 an. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an schwächere Schülerinnen und Schüler. Die möglichen Teilnehmer*innen werden in der Regel von den Englischlehrkräften am Ende von Jahrgang 5 vorgeschlagen. In einer kleinen Gruppe von ca. 12 Kindern bekommen die Teilnehmer*innen gezielte Förderung für die in ihren Klassen momentanen Inhalte und bei ihren individuellen Schwierigkeiten. Der Förderunterricht wird von einer Englischlehrkraft des GSG übernommen, die im engen Kontakt mit den Lehrkräften des Jahrgangs 6 steht.
 
Ergänzend zum Förderangebot bietet das GSG besonders begabten und motivierten Schülerinnen und Schülern in drei verschiedenen Jahrgängen Möglichkeiten und Programme, ihren Englischhorizont zu erweitern. Zu einigen dieser Programme finden sich in der Menüleiste links weitere Informationen.
In Jahrgang 7 hat man die Möglichkeit, bei entsprechenden schulischen Leistungen (Zeugnisnote Englisch „befriedigend“ und Sozialverhalten B) an der Englandfahrt teilzunehmen.
In Jahrgang 9 können sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen engagieren.
In Jahrgang 10 bietet sich im Rahmen einer eigenen Arbeitsgemeinschaft die Chance, das Cambridge First Certificate in Englisch zu erwerben.
 
Allen Schülerinne und Schülern der Jahrgänge 5-8 wird die englische Sprache zusätzlich durch den jährlichen Besuch der White Horse Theatre Company näher gebracht.
(Andreas Wendland)

Cambridge English certificateCambridge web

Was ist bilingualer Sachfachunterricht?

Bilingualer Unterricht bedeutet, dass die Sachfächer Biologie oder Erdkunde in englischer Sprache mit Hilfe englischer Unterrichtsmaterialien erteilt werden. Nur bei Bedarf werden deutsche Ausführungen ergänzt. Trotzdem gelten die Vorgaben der niedersächsischen Kerncurricula für das jeweilige Sachfach. Unterrichtet und auch bewertet wird also nach den Vorgaben für Biologie und Erdkunde, nicht nach denen der Fremdsprache.

Bilingualer Unterricht ist somit kein primärer Sprachunterricht - auch wenn Vokabeln oder Fachbegriffe gelernt werden. Die Sprache ist jedoch das Kommunikationsmedium. Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen die Inhalte des jeweiligen Faches, die durch die Verwendung authentischer englischsprachiger Materialien Perspektivwechsel und somit zusätzlich interkulturelles Lernen ermöglichen.

Wie ist der bilinguale Unterricht organisiert?

Wer erteilt bilingualen Unterricht?

Warum wird der bilinguale Unterricht am GSG angeboten?

Einblicke in den Unterrichtsalltag

 

Wie ist der bilinguale Unterricht organisiert?

Der bilinguale Unterricht ist ein freiwilliges Angebot. Im zweiten Halbjahr der 6. Klasse nehmen alle SchülerInnen am Schnupperunterricht teil. So können alle Lernenden den Unterricht erleben, um sich ein realistisches Bild machen zu können. Zudem werden Beratungsgespräche bei den jeweiligen Fachlehrern zur Entscheidungsfindung angeboten.

Danach können sich SchülerInnen für den bilingualen Unterricht ab der 7. Klasse bewerben. Begonnen wird im ersten Halbjahr mit Erdkunde auf Englisch, im zweiten Halbjahr kommt Biologie hinzu. Beide Fächer werden im Anschluss auf Englisch bis einschließlich der 10. Klasse unterrichtet. Es gibt dabei ein Stundenplanband für die Sachfächer. Sowohl der deutsch- als auch der englischsprachige Sachfachunterricht werden also für alle Schüler des Jahrgangs zur gleichen Zeit erteilt.

Ab dem Schuljahr 2019/2020 ergibt sich somit gemäß der Vorgaben für die Sachfächer folgende Unterrichtsverteilung:

Klasse

Fach

7

1. Halbjahr

7

2. Halbjahr

8

ganzjährig

9

ganzjährig

10

ganzjährig

Erdkunde

x

x

--

x

x

Biologie

--

x

x

--

x

 

Wer erteilt bilingualen Unterricht?

Der Unterricht wird von Lehrkräften erteilt, die Englisch und das Sachfach studiert und eine Zusatzausbildung für den bilingualen Unterricht erworben haben.

Lehrkraft

Fächer: Englisch und…

Frau Greger (GRG)

Biologie

Frau Kaup (KAU)

Erdkunde

Frau King (KIN)

Erdkunde

Frau Meyer (MEY)

Biologie

Herr Schumacher (SCM)

Biologie und Erdkunde

Frau Steinkühler (STK)

Biologie

 

Warum wird der bilinguale Unterricht am GSG angeboten?

Unsere Schule will motivierte und begabte SchülerInnen auf zukünftige Anforderungen in besonderer Weise vorbereiten und ihnen gegebenenfalls ein Studium oder eine andere Berufsausbildung im Ausland erleichtern. Aber auch für Ausbildungsgänge in Deutschland sind Sprachkenntnisse und das Wissen um interkulturelle Besonderheiten von Vorteil, denn durch die Globalisierung und weltweite internationale Beziehungen gewinnen diese Kompetenzen sowohl im In- als auch im Ausland immer stärker an Bedeutung. Und dieses ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen wie in der Wissenschaft, der Politik, der Wirtschaft oder den (sozialen) Medien der Fall. Auch als internationale Konferenz‑ und Fachsprache spielt Englisch eine tragende Rolle.

Neben der Verwendung der Fremdsprache ist der bilinguale Unterricht prädestiniert für Perspektivwechsel. Somit kann er zum Verstehen unterschiedlicher kultureller Gegebenheiten beitragen. Das Ziel der Erlangung dieser interkulturellen Kompetenzen hat am GSG hohe Priorität und findet sich entsprechend im Leitbild an zentraler Stelle wieder.

 

Wie sieht der Unterrichtsalltag aus?

Einblick in den Unterricht aus Jahrgang 7

Einblick in den Unterricht aus Jahrgang 10