Am Donnerstag, dem 30. Januar 2020, besuchte ein besonderer Gast das GSG: der Enkel unseres Schulnamensgebers. Vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge Q1 und Q2 erläuterte Karl von Stauffenberg zunächst die Hintergründe des Attentats vom 20. Juli 1944.

 

Besonders wichtig war es ihm, die Entscheidungen seines Großvaters und seine Tat vor dem Hintergrund der damaligen Zeit zu beurteilen, die er zu diesem Zweck ausführlich beleuchtete. Dann leitete er über zu dem zentralen Thema seines Vortrags: „Radikal vs. extrem – wie viel Extremismus verträgt eine Demokratie?“, in dem er den Wert von Frieden und Freiheit und die Verantwortung jedes Einzelnen zur Erhaltung dieser Werte gegen Angriffe von links und rechts betonte.

Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Sie interessierten sich in erster Linie für die Familiengeschichte der Stauffenbergs, aber auch u.a. für die Einstellung des Vortragenden zur neuen Polizeigesetzgebung in Bayern. Sie zeigten sich, wie auch die NOZ in ihrem Artikel vom 5. Februar 2020 darstellte, sehr gut informiert über den Namensgeber ihrer Schule, selbstbewusst und kritisch. So wurde z.B. die wenig differenzierte, allzu grobe Gleichsetzung von Links- und Rechtsextremismus durch Herrn von Stauffenberg kritisiert, auf die der Vortragende mit einem Verweis auf die Gewalttaten beider Seiten im Verlauf der bundesdeutschen Geschichte und auf den Rahmen des Grundgesetzes reagierte. Auch nach Ablauf der Veranstaltung signalisierten die Schülerinnen und Schüler deutlich einen Gesprächsbedarf. Die Nachbesprechung des Vortrags war aus diesem Grund in allen Geschichts- und Politikkursen der beiden Jahrgänge sehr ausführlich.